Montag, 16. September 2013

Rezension: Die Gilde der schwarzen Magier - Die Novizin - Trudi Canavan


Ein paar Infos rund ums Buch

Erscheinungsdatum: Juni 2006
Verlag: cbt, blanvalet
Seitenzahl:608
Taschenbuch: 9,95€
kindle Edition: 8,99€
Hörbuch (gekürzt): 24,95€








                                                                                                                                                         

Zum Inhalt

Soneas Ausbildung an der Universität der Magier beginnt. Während die anderen Zauberschüler aus vornehmen Familien stammen, kommt sie aus den Elendsvierteln von Imardin. So leidet Sonea unter ihren Mitschülern, die auf ihre magischen Talente neidisch sind. Doch als der Hohe Lord Akkarin sie unter seine Obhut nimmt, gerät sie in noch viel größere Probleme, denn er verbirgt ein düsteres Geheimnis …
                                                                                                                                                          

Meine Meinung zum Buch

Hurra, Sonea hat sich entschieden, als Novizin der Gilde beizutreten, um mehr über ihre magischen Fähigkeiten zu lernen. Damit ist sie der erste Mensch aus den unteren Klassen, der das Privileg, der Gilde beizutreten, genießt, Klar, dass das Unmut bei den verwöhnten Kindern der reichen Familien Kyralias und der verbündeten Länder hervorruft und Sonea schnell zur Außenseiterin wird. Damit aber nicht genug, denn obwohl Sonea sich zunächst sichtlich Mühe gibt, sich mit den anderen Novizen ihrer Klasse anzufreunden, sind ihre Klassenkameraden nicht mal versucht, ihr eine Chance zu geben und sammeln sich schon bald um Regin als ihren Anführer. Und der hegt besonderen Groll gegen Sonea und würde sie am liebsten höchstpersönlich zurück in die Armenviertel der Stadt treiben. Er und seine Freunde spielen Sonea Streiche, die jedoch immer mehr eskalieren und nicht nur Sonea, sondern auch ihren Mentor Rothen in Verruf bringen. Da hilft es Sonea auch nicht, dass der Hohe Lord Akkarin sie letztendlich zu seiner eigenen Novizin macht – nicht etwa, um Sonea zu helfen, sondern um zu gewährleisten, dass sie sein düsteres Geheimnis bewahrt …
Die Novizin erinnert mich in diesem Punkt an ein Jugendbuch, dass in einer High School spielt, denn ganz offensichtlich wird Sonea hier Opfer von Mobbing und noch Schlimmerem.
Toll ist auch, dass der Originaltitel einfach aus dem Englischen übersetzt worden ist, denn er passt hervorragend zu diesem Buch, da es hauptsächlich um Sonea und ihr Leben als Novizin in der Gilde geht.
Auch in diesem Teil wechseln die Perspektiven, in diesem Fall sind sie jedoch problematischer, da Dannyls Reise stellenweise todlangweilig ist und man lieber weiter über Sonea lesen will als darüber, dass Dannyl Bibliotheken durchsucht und nichts findet … Wenigstens ist nicht seine gesamte Reise langweilig, es gibt durchaus viele interessante Szenen, aber dennoch ist der Handlungsstrang über die Geschehnisse innerhalb der Gilde einfach der Interessantere.
Trotz dieser etwas nervigen Tatsache ist Band 2 besser als Band 3, was vor allem an Sonea liegt. Die Art und Weise wie sie mit den Attacken ihrer Mitschüler umgeht, dass sie sich nicht wehren will, aus Angst, jemand anderen zu verletzen, macht sie noch viel sympathischer als sie es einem schon im ersten Band war. Dazu kommt noch die düstere, unheilschwangere Wolke der Bedrohung, die von Akkarin ausgeht, die ein geladenes Spannungsfeld aufbaut und allgegenwärtig über unseren Köpfen schwebt.
Auch der Unterricht der Novizen war so interessant, dass man am liebsten selber mitmachen würde. Und Sonea beweist immer wieder, dass sie zurecht in der Gilde ist.
Etwas seltsam ist, dass Cery sich so selten bei Sonea blicken lässt. Hört er einfach auf sie, weil sie niemanden bei sich haben will oder hält seine Erfahrung mit der Gilde ihn auch etwas zurück?
Was ich sowohl toll als auch unglücklich fand ist, dass Trudi Canavan sich sehr viel Mühe gibt, ihre eigene Welt zu erschaffen. Aber dann doch bitte mit neuen Wesen, denen sie neue Namen gibt, anstatt einfach Spinnen in „Farend“ umzubenennen. Hinzu kommt, dass sie ihre Erfindungen oftmals einfach in den Raum wirft, ohne einen erklärenden Beisatz, sodass man immer wieder den Glossar hinten im Buch aufschlagen muss, um zu wissen von was zum Kuckuck jetzt die Rede ist. Das stört den Lesefluss, wenn man immer wieder hinten nachschlägt.

                                                                                                                        

Bewertung/Fazit

Die Novizin bekommt von mir 5 von 5 Herzen.

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