Sonntag, 15. September 2013

Rezension: Die Rebellin - Trudi Canavan


Ein paar Infos rund ums Buch

Englische Ausgabe: The Black Magician’s Guild 1 – The Magician’s Guild
Erscheinungsdatum: April 2006
Verlag: blanvalet und cbt
Seitenzahl:544
Taschenbuch: 7,00€ oder 9,95€
kindle Edition: 5,99€
Gekürztes Hörbuch: 24,95€
Erster Band einer Trilogie
Band 2: Die Novizin (Originaltitel: The Novice)
Band 3: Die Meisterin (Originaltitel: The High Lord)



                                                                                                                                                           

Zum Inhalt

Alljährlich findet in Imardin die sogenannte Säuberung statt, die Diebe und Kriminelle aus der Stadt treiben soll, jedoch sind es die Armen, die aus der Staat getrieben werden und sich in den Elendsvierteln zusammenpferchen müssen. Die Magier der Gilde, die die Säuberung durchführen, treffen auf Protest und werden wie jedes Mal mit Steinen beworfen. Unter einer der Gruppen Jugendlicher, die Steine auf die herannahenden Magier werfen, befindet sich Sonea. Das junge Mädchen wirft einen Stein auf die Magier – und auf wundersame Weise durchbricht dieser das von den Magiern errichtete Schutzschild und ihr Steinwurf verletzt einen der Magier. Aber wie ist das möglich? Besitzt Sonea etwa magische Kräfte?
Sonea läuft weg und versteckt sich, denn sie fürchtet um ihr Leben, da Magier außerhalb der Reihen der Gilde nicht geduldet werden. Und was würden sie erst mit einem wilden Magier tun, der einen der Ihren verletzt hat?

                                                                                                                                                          

Meine Meinung zum Buch

Ich mochte den Auftakt zur Trilogie über Die Gilde der Schwarzen Magier sehr, jedoch habe ich das ganze Buch über darauf gewartet, dass sie zur Gilde kommt und ihre magische Ausbildung beginnt – und dieser Teil lässt lange auf sich warten, denn zunächst geht es lange darum, dass Sonea vor den ausschwärmenden Magiern der Gilde versteckt werden muss. Und diejenigen, die ihr helfen, verfolgen teilweise ihre ganz eigenen Ziele mit Sonea.

Die Grundidee eines jungen Mädchens aus ärmlichen Verhältnissen, dass die Gilde, in die die unteren Klassen der Gesellschaft nicht eintreten können, ja, bei denen unfairerweise nicht einmal nach magischem Potential gesucht wird, weil das ja eh alles nur Kriminelle sind *hrmpf*, begeistert.
Sonea ist ein toller Charakter. Sie ist ein starker Charakter. Sie ist selbstbewusst, sie lässt sich nicht so leicht herumkommandieren, sie glaubt nicht einfach alles, was man ihr sagt, sie hinterfragt die Dinge. Die ist weder ein überzeichneter „Ich kann einfach alles“ Charakter, noch ist sie das kleine, naive, schüchterne, ängstliche, unschuldige Mädchen. Nein, Sonea hat dadurch, dass sie nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, schon so manches erlebt. Und das hat sie geformt. Sie ist misstrauisch Fremden gegenüber, besonders den Magiern gegenüber. Ihre Charaktereigenschaften, ihre Entscheidungen und Handlungen sind aufgrund ihrer persönlichen Geschichte plausibel und sehr gut nachzuvollziehen.
Auch die anderen Charaktere überzeugen. Ganz besonders Rothen ist ein sehr sympathischer Charakter, den man sofort als eine Art Vater-/Großvaterfigur identifiziert und ins Herz schließt. Und die „bösen“ Charaktere sind ebenfalls so lebendig dargestellt, dass man ihnen sofort mit Abneigung begegnet.


Ebenso empfinde ich den Umgang mit Magie innerhalb dieser Trilogie als erfrischend abwechslungsreich. Es werden keine Zauberstäbe geschwungen und Zaubersprüche aufgesagt, im Gegenteil. Nein, die Magie befindet sich als eine Art Kraftquelle in einer magiebegabten Person selbst, die der Magier anzapfen und lenken kann, um Magie zu wirken. Was mir besonders daran gefällt ist der körperliche Aspekt von Magie, denn der Gebrauch von Magie erschöpft dich, wie es körperliche Anstrengungen tun. Wenn du also nicht aufpasst, kannst du dich sogar so weit erschöpfen, dass du stirbst … Allerdings muss jeder Magier die Kontrolle über seine Magie lernen, ansonsten macht sich diese nämlich selbstständig und entlädt sich auf unangenehme – und ausgesprochen gefährliche – Weise selbst.
Auch wenn die Stelle, an der Sonea sich endlich dazu durchringt, Magierin zu werden, lange auf sich warten ließ, brilliert das Buch durch den leichten und lebendigen Erzählstil, durch die intensive Teilhabe an den Gedanken und Gefühlen der einzelnen Protagonisten und durch den Wechsel der Perspektiven. Der wechselnde Fokus auf die Gilde und auf die Gruppe um Sonea und diese selbst sorgen dafür, dass man einfach weiterlesen will, ja, weiterlesen MUSS, um zu erfahren, wie die nächsten Schritte der Charaktere aussehen.

Apropos nächste Schritte: Wie sehen die von Sonea denn nun aus? Tja, das erfahren wir wohl erst im sich quasi durch den Titel selbst erklärenden zweiten Band Die Novizin.
                                                                                                                                                          

Bewertung/Fazit

Ein gelungener Auftakt zu einer vielversprechenden Trilogie. Das einzige große Manko ist, dass der Teil, der am interessantesten ist, dass Sonea die Kontrolle über ihre Magie lernt, der Gilde beitritt und ihre Ausbildung zur Magierin beginnt, erst weiter hinten im Buch beginnt, bzw. erst richtig im zweiten Band beginnt.
Die Gilde der Schwarzen Magier – Die Rebellin von Trudi Canavan bekommt von mir 4 von 5 Herzen.


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