Donnerstag, 26. September 2013

Rezension: Skulduggery Pleasant - Die Diablerie bittet zum Sterben - Derek Landy

Vorab: Auch wenn ich sehr bemüht bin, keine Spoiler in meine Rezensionen einfließen zu lassen, handelt es sich um den 3. Band einer Reihe, sodass ihr Dinge erfahren könntet, von denen ihr, sofern ihr die vorigen Bände noch nicht gelesen habt, noch nichts wisst und wenn ihr die Bücher noch lesen wollt und noch nichts weiter erfahren wollt, kehrt doch lieber zu einem Zeitpunkt zu dieser Rezension zurück, an dem ihr das Buch schon gelesen habt. Sicher ist sicher. ;-)
                                                                                                                                                          

Ein paar Infos rund ums Buch

Englische Ausgabe: Skulduggery Pleasant – The Faceless Ones
Erscheinungsdatum:
Verlag: Loewe Verlag
Seitenzahl: 349
Gebunden: 16,90€
Broschiert: 9,95€
Hörbuch (gekürzt): 14,95€
Teil 3 einer 9-bändigen Reihe, Teil 7 erscheint im Oktober auf Deutsch und Teil 8 ist im August auf Englisch erschienen.

 

                                                                                                                                                           Zum Inhalt

Nach und nach werden die letzten noch verbliebenen Teleporter ermordet, alle auf dieselbe Art und Weise, mit einem Messerstich in den Rücken. Da Skulduggery und Walküre nicht mehr für das Sanktuarium arbeiten, sind sie gezwungen, auf eigene Faust und ohne dessen Unterstützung Nachforschungen anzustellen, was sich als schwierig erweist, denn der neue Detektiv des Sanktuariums, Remus Crux, hält Skulduggery für den Verantwortlichen der Teleporter-Morde. Bei ihren Nachforschungen finden Skulduggery und Walküre heraus, dass es möglich ist, mithilfe des Torsos des getöteten Groteskeriums ein Portal zur Dimension der Gesichtslosen zu öffnen, durch das die Gesichtslosen zur Erde zurückkehren können – und genau das planen der geheimnisumwoben Batu und die Diablerie. Allerdings benötigen sie dazu nicht nur das Groteskerium, sondern auch noch Fletcher Renn, Naturtalent und Neuling in Sachen Magie und eine absolute Nervensäge mit merkwürdiger Frisur. Und auch der einzige noch lebende Teleporter …
                                                                                                                                                         

Zum Cover

Das Cover meiner Ausgabe macht nicht besonders viel her, es zeigt einen schwarzen Kristall, im Hintergrund kann man die Aranmore Farm ausmachen. Der Satz auf dem Cover passt natürlich wie immer hervorragend zum Buchinhalt. Dieses Cover mag zwar nicht das Schönste sein, aber die Beziehung zwischen Cover und Inhalt ist stimmig. J Das Cover der deutschen Ausgabe passt natürlich auch super, stellt wie immer eine Szene aus dem Buch dar und deutet auf eine der uns bereits bekannten genialen Kampfszenen hin.
                                                                                                                                                          

Meine Meinung zum Buch

Ich bin in diese Reihe verliebt! Sie wird immer besser, mit jedem Buch, nein, mit jeder Seite, ach was red ich da, mit jedem Wort! Nicht nur, dass der trockene, schwarze Humor absolut mein Geschmack ist, der Tenor der Reihe wird zunehmend düsterer, auch wenn es bisher nur in kleinen Dosen geschieht. Denn wir haben in diesem Band ein potentielles das-Ende-der-Welt-wie-wir-sie-kennen Szenario und da geht’s schon ganz schön hart zur Sache und heiß her. Skulduggery und Walküre müssen mal wieder die Welt retten und anstatt dass Thurid Guild es mal einsieht und Skulduggery zurück aufs Spielfeld holt, wenigstens um die Welt zu retten, nein, wir lassen natürlich den unfähigsten aller Unfähigen ran! Ladies und Gentlemen, Derek Landy präsentiert Remus Crux, den Detektiv, der meiner Meinung nach nicht mal in der Lage wäre, seine verlegten Autoschlüssel wiederzufinden. Und anstatt die bösen Jungs zu verfolgen verfolgt er, weil das kleine Baby sich ja unbedingt beweisen muss, natürlich genau die Falschen! Herzlichen Glückwunsch Remus, du bist wirklich genauso lächerlich wie dein Bart.
Wo wir von lächerlich sprechen … Fletcher Renn. Seines Zeichens der letzte Teleporter und Besitzer einer absolut lächerlichen und offensichtlich sehr irritierenden Frisur, die nur er cool findet. Auch Flecher fällt meiner Meinung nach in die Kategorie Baby. Er hält sich ja für so toll, weil er ein Naturtalent und der letzte noch lebende Teleporter ist. Frei wiedergegebenes Zitat: „Das macht mich nur noch cooler!“ Mr. Arrogant und Pseudoselbstbewusst knickt aber ganz schön leicht ein und macht sich weinerlich in die Hosen, wenn man ihm mal ein bisschen droht und Angst macht. Natürlich kann man sich etwas drauf einbilden, wenn man sich einfach mal eben wegteleportieren kann, wenn’s brenzlig wird, aber wenn man sich nur ein paar Meter weit teleportieren kann, wenn’s wirklich drauf ankommt, sollte man nicht so eine dicke Lippe riskieren. Aber Charaktere wachsen ja bekanntlich und auch Fletcher beweist, dass er dazu in der Lage ist. Also steckt doch was hinter seiner großen Klappe.
Bleiben wir doch noch ein Weilchen bei den Charakteren.
In Die Diablerie bittet zum Sterben treffen wir auf viele neue Charaktere, bei denen es zunächst schwierig ist, sie zu behalten und auseinanderzuhalten, aber je öfter diese Charaktere Erwähnung finden, desto leichter wird es.
Kommen wir zu Dr. Kernspeckle Grouse. <3 Das grummelige alte, die meiste Zeit miesgelaunt erscheinende Wissenschaftsgenie ist einer der Wenigen, der Skulduggery ungeniert seine Meinung sagt, sehr zum Leidwesen Walküres, die sich zwischen den Stühlen befindet. Ich mag die Beziehung zwischen Walküre und Kernspeckle sehr, denn er benimmt sich ihr gegenüber immer besonders nett, als wäre sie seine Lieblingsenkelin und begnügt sich nicht damit, nur ihre Wunden zu versorgen, sondern belehrt sie auch über das, was sie tut und drängt sie dabei ab und an in die Defensive und zwingt sie dadurch, inne zu halten und nachzudenken. Man merkt, dass Walküre ihm sehr am Herzen liegt.
Aber auch zu Hause bei Walküre gehen merkwürdige Dinge vor, denn das Spiegelbild beginnt sich merkwürdig zu verhalten, weißt plötzlich Erinnerungslücken auf. Was geht da nur vor?
Walküre hingegen zeigt, dass sie neben ihrer magischen Entwicklung auch eine ganz normale Teenagerentwicklung durchmacht und sich manchmal wünscht, sie müsste das Spiegelbild nicht so oft gebrauchen und könnte die Dinge selber erleben, anstatt nur die Erinnerungen ihres Spiegelbildes durchleben. Sie bedauert gewisse Dinge und zeigt dadurch, dass sie keineswegs ein absolut perfekter Charakter ist.
Auch in diesem Band spielt Derek Landy ein Verwirrspiel mit uns, wenn es darum geht herauszufinden, wer hinter Batu und der Diablerie steckt. Wir haben mehrere nebeneinander herlaufende Handlungsstränge, die es uns nicht leicht machen, der Identität Batus näher zu kommen. Auch haben wir mehrere Twists im Plot, wir wägen uns dem Ziel so nahe und dann schafft es Derek Landy immer noch einen drauf zu setzen und uns ein „Verdammt!“ zu entlocken. Und das wird definitiv passieren, denn gemeinerweise endet dieser Ban mit einem Cliffhanger! Ich würde euch also empfehlen, gleich Band 4 mit zu kaufen, dann könnt ihr gleich weiterlesen, denn das möchte man ja besonders bei Cliffhangern gerne.
J

                                                                                                                                                          

Bewertung/Fazit

Auch der dritte Band der Skulduggery Pleasant Reihe überzeugt durch seine Spannung, seine actiongeladenen Kampfszenen, durch ausweglose Situationen, den genialen Humor … Auch zeigt sich, dass die Reihe wirklich gut geplant ist und die Ereignisse und Inhalte der einzelnen Bücher sehr genau auf das große Ganze abgestimmt sind, denn wir begegnen in Skulduggery Pleasant – Die Diablerie bittet zum Sterben einem geheimnisvollen Mann mit goldenen Augen. Mehr wissen wir auch nicht über diesen Mann, aber, ich darf euch wohl so viel verraten, er wird uns immer wieder begegnen und ist für die Geschehnisse der Reihe wichtig. Allein an dieser Figur merkt man, wie gut Derek Landy die Ereignisse und Inhalte der einzelnen Bücher geplant hat, denn sehr viel mehr erfahren wir über den Mann mit den goldenen Augen nicht. Noch nicht.
Skulduggery Pleasant – Die Diablerie bittet zum Sterben bekommt von mit 5 von 5 Herzen.

 

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