Samstag, 12. Oktober 2013

Rezension: Skulduggery Pleasant - Sabotage im Sanktuarium von Derek Landy

Vorab: Auch wenn ich sehr bemüht bin, keine Spoiler in meine Rezensionen einfließen zu lassen, handelt es sich um den 4. Band einer Reihe, sodass ihr Dinge erfahren könntet, von denen ihr, sofern ihr die vorigen Bände noch nicht gelesen habt, noch nichts wisst und wenn ihr die Bücher noch lesen wollt und noch nichts weiter erfahren wollt, kehrt doch lieber zu einem Zeitpunkt zu dieser Rezension zurück, an dem ihr das Buch schon gelesen habt. Sicher ist sicher. ;-)
                                                                                                                         

Ein paar Infos rund ums Buch

Englische Ausgabe: Skulduggery Pleasant – Dark Days
Erscheinungsdatum: 15. September 2010
Verlag: Loewe Verlag
Seitenzahl: 384
Gebunden: 16,90€
Broschiert: 9,95€
Hörbuch (gekürzt): 14,95€
Teil 4 einer 9-bändigen Reihe, von denen bereits 8 auf Englisch erschienen sind. Band 7 Duell der Dimensionen erscheint im Oktober auf Deutsch.






                                                                                                                         

Zum Inhalt

Clement Skarabäus wird nach 200 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen und sinnt auf Rache. Zusammen mit einigen uns bereits bekannten und von uns geliebten oder auch gehassten Bösewichten gründet er den Club der Rächer und der Name ist Programm. Sie wollen sich an allen rächen, die ihnen Unrecht getan haben und ihnen in die Quere gekommen sind. Na, irgendwelche Ideen, wer da ganz oben auf der Abschussliste stehen könnte? ;-) Um ihre Rache zu bekommen, stehlen sie einen Seelenfänger aus dem Tempel der Totenbeschwörer, in welchen sie einen der Restanten aus dem Hotel Mitternacht einsperren wollen sowie die Desolationsmaschine, eine Bombe, die jedoch funktionsuntüchtig ist. Was sie damit wohl vorhaben?
Derweil gelingt es Walküre endlich nach fast einem geschlagenen Jahr endlich, Skulduggerys echten Kopf ausfindig zu machen, den Fletcher dazu benutzen kann, ein Portal zu Skulduggery zu öffnen, durch das Walküre ihn zurückholen kann. Dumm nur, dass das irische Sanktuarium schneller war und Thurid Guild den Versuch, Skulduggery zurück zu holen, unter Strafe gestellt hat …
Zur gleichen Zeit schlagen die Sensitiven Alarm. Sie alle haben Visionen von jemandem namens Darquise, die die Welt in Schutt und Asche verwandelt …
Es sieht ganz so aus, als müssten Skulduggery und Walküre an mehreren Fronten kämpfen, um wieder einmal die Welt zu retten und selbst wenn das geschafft ist, steht schon das nächste Übel in den Startlöchern.
                                                                                                                         

Zum Cover und zur Gestaltung

Das Cover passt mal wieder wie die Faust aufs Auge! Ich finde es so super, dass immer eine Szene dargestellt wird, die irgendwann im Buch vorkommt. Es sind nicht nur ausgesprochen schöne Cover, sondern auch noch ausgesprochen passende. Es gibt mittlerweile so viele Cover, die zwar wirklich schön sind, die aber nicht so dermaßen gut zum Inhalt des Buches passen wie die der Skulduggery Pleasant Reihe. Ein Glück, dass die Cover vom Loewe Verlag so übernommen werden. J
Wie gewohnt findet sich am Anfang eines jeden Kapitels ein Bild von einem Charakter/Wesen. Das ist immer wieder klasse, besonders, wenn man weiß, wen oder was dieses Bild darstellt.
                                                                                                                         

Meine Meinung zum Buch

Bibbern und Bangen. Das beschreibt diesen Band ziemlich gut, denn kaum ist die eine Katastrophe abgewendet klopft schon die nächste an der Tür. In Band vier der Skulduggery Pleasant Reihe geht es so ziemlich jedem Charakter ans Leder, einfach jeder steht auf der Abschussliste und ist in Gefahr. Das macht dieses Abenteuer unserer Helden und Freunde umso spannender. Aber nicht nur Tanith, Fletcher, Grässlich, Skulduggery und Walküre sind in Gefahr, zum ersten Mal steht auch das Leben von Personen auf dem Spiel, die von der magischen Welt nichts wissen: die ganz gewöhnlichen Sterblichen. Dadurch wird die Aufgabe, die unsere Freunde zu bewältigen haben, nur noch kniffliger, denn wie soll man mit Magie gegen Magier kämpfen, ohne das die Sterblichen in unmittelbarer Nähe Wind davon bekommen? Dementsprechend ist es klar, dass es diesem Band nicht an Action mangelt, wobei wir auch bei der Gewalt eine Steigerung von Band zu Band haben, denn es wird gebissen, geprügelt, Knochen brechen während des Kampfes … Kernspeckle Grouse hat wirklich reichlich zu tun, unsere Helden wieder zusammenzuflicken.
Fletcher erweist sich in diesem Band als ein unerlässlicher und wirklich praktischer Teil der Gruppe. Im letzten Band noch ein total arroganter und nerviger Grünschnabel ist er in diesem Band … Na ja, er ist zumindest nicht mehr so großkotzig arrogant.
Und auch in diesem Band merken wir, wie großartig die Inhalte der einzelnen Bände miteinander verbunden sind, wenn Darquise eingeführt wird, denn es gibt ein Ereignis im ersten Band, dass in einem kurzen (Neben-)Satz erwähnt wird, dass aber für diesen vierten (!) Band eine ganz große Bedeutung hat und es ist unglaublich zu sehen, wie genau das von Vornerein geplant war.
Nicht nur, dass Band 4 alles hat, was wir bisher von Skulduggery Pleasant gewohnt sind, Spannung, Action, Humor, nein, dieser Band zeigt eine emotionale Tiefe, wir erfahren Dinge über Skulduggery und seine Entscheidungen, bzw. seine Meinung über gefällte Kriegsentscheidungen, mit denen wir guten Gewissens nicht einverstanden sein können, und somit erfahren wir auch etwas über die Dinge, die unser sonst so beinhart erscheinende Skelettdetektiv bereut. Das lässt ihn von Band zu Band mehr in einem anderen Licht erscheinen, er wird für mich ein noch runderer Charakter, wenn wir auch mehr über seine „Schattenseiten“ wissen.
Walküre erscheint zu Anfang des Buches sehr hart, weil sie alles daran setzt, Skulduggery zurück zu bringen und elf Monate ihre gesamte Zeit und all ihre Energie darauf konzentriert hat. Aber daran merkt man, dass er ihr wirklich viel bedeutet. Als Mentor. Als Partner. Als ihr bester Freund. Jedoch lässt ihre Zielstrebigkeit, die man schon fast mit Besessenheit gleichsetzen kann, sie hart wirken, abweisender gegenüber Fletcher und den anderen. Aber dies wirkt nur anfangs so. Auch wenn es nur in einer Unterhaltung zwischen Walküre und Skulduggery relativ kurz thematisiert wird, denke ich, dass Walküres Tötenbeschwörer-Ring und ihre damit einhergehende neue Kraftquelle noch in Folgebänden Schwierigkeiten machen oder zumindest zum Thema gemacht werden, denn wie Skulduggery im Gespräch mit ihr sagte, ist es schwer, sich von so viel Macht zu trennen. In dieser Situation macht er den Eindruck, als wüsste er GANZ GENAU, wovon er da spricht.
Band 4 endet auch ähnlich wie Band 3, vielleicht nicht mit einem Cliffhanger, aber mit einem Kracher, der dich dasitzen und „Ach du Sch….“ denken lässt. Also los, schnappt euch Band 5, die Rebellion der Restanten! =)
                                                                                                                         

Bewertung/Fazit

Der vierte Band setzt da an, wo der dritte aufgehört hat und geht spannungsgeladen in die nächste Runde. Er hat alles, was wir bisher von Skulduggery Pleasant kennen und erwarten: Action, Spannung und trockener, sarkastischer Humor. Sabotage im Sanktuarium steht seinen Vorgängern also in nichts nach.
Es ist wirklich bemerkenswert, wie die einzelnen, an sich ja abgeschlossenen Geschehnisse der Vorläuferbände alle miteinander verbunden sind. Da, wo andere Autoren Fehler in ihre eigenen Geschichten basteln, behält Derek Landy den Überblick und begeistert den Leser mit einem weiteren spannenden Band, bei dem der Leser wieder einmal Tränen vergießen muss und zwar vor lauter lachen, denn die Diskussionen zwischen Skulduggery und Walküre sind mal wieder zum sich-auf-den-Boden-kugeln.
Somit bekommt Skulduggery Pleasant – Sabotage im Sanktuarium 4 von 5 Herzen.

 

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