Dienstag, 26. November 2013

Rezension: Skulduggery Pleasant - Last Stand of Dead Men von Derek Landy

Vorab: Auch wenn ich sehr bemüht bin, keine Spoiler in meine Rezensionen einfließen zu lassen, handelt es sich um den 8. Band einer Reihe, sodass ihr Dinge erfahren könntet, von denen ihr, sofern ihr die vorigen Bände noch nicht gelesen habt, noch nichts wisst und wenn ihr die Bücher noch lesen wollt und noch nichts weiter erfahren wollt, kehrt doch lieber zu einem Zeitpunkt zu dieser Rezension zurück, an dem ihr das Buch schon gelesen habt. Sicher ist sicher. ;-)
                                                                                                                                                          

Ein paar Infos rund ums Buch

Englische Ausgabe:
Erscheinungsdatum: 29. August 2013
Seitenzahl: 608 Seiten
Gebunden: 17,30€
Taschenbuch: 12,95€
kindle Edition: 10,33€
Teil 8 der Skulduggery Pleasant Serie, wird auf Deutsch wahrscheinlich im Oktober 2014 im Loewe Verlag erscheinen, da Last Stand of Dead Men bisher nur auf Englisch erschienen ist.
Der deutsche Titel ist nun bekannt und wird DIE RÜCKKEHR DER TOTEN MÄNNER lauten.







                                                                                                                                                          

Zum Inhalt

Wir befinden uns im Krieg. Aber nicht im Krieg zwischen Magiern und Sterblichen, Gut gegen Böse oder Licht gegen Dunkelheit. Nein, es herrscht Krieg zwischen Sanktuarien. Und (fast) alle haben es auf Irland abgesehen. Viel zu lange war Irland der Fokus magischer Katastrophen weltzerstörerischen Ausmaßes. Serpine. Baron Vengeous. Die Diablerie. Die Gesichtslosen. Die Zerstörung des Dubliner Sanktuariums. Der Älteste, der selber Dreck am Stecken hatte. Die Restanten, die freikamen und ihr zerstörerisches, mordendes Unwesen trieben. Die Totenbeschwörer und ihr Messias, der Todbringer. Lord Vile und Darquise. Die Sanktuarien der anderen Länder haben genug und wollen die Kontrolle über Irland – zum Schutze aller – übernehmen. Freunde und Verbündete werden nun zu Feinden und erbitterten Gegenspielern, die über Leichen gehen. Skulduggery und Walküre müssen sich mit den restlichen Mitgliedern der „Toten Männer“ zusammenschließen, um eine Chance zu haben, das Machtgleichgewicht beizubehalten und Irlands Autonomie zu erhalten. Dabei erfahren sie alles über eine Verschwörung, die schon seit hundert Jahren im Gang ist.
Doch der Krieg zwischen den Sanktuarien ist nicht der Einzige. Walküre kämpft mit sich selbst, mit Darquise, ihrer immens mächtigen dunklen Seite. Darquise ist dabei, an die Oberfläche zu gelangen und wenn Walküre ihr nur noch einmal die Kontrolle überlässt, könnte es für immer sein und dann wird Darquise die Welt und alle die auf ihr leben vernichten.
                                                                                                                                                          

Zum Cover und zur Gestaltung

Mein Lieblingscover der Reihe war bisher das vom 6. Band Death Bringer/Passa der Totenbeschwörer. Das wurde nun offiziell von DIESEM Cover auf Platz 2 verdrängt. Es ist so EPISCH, beim ersten Mal betrachten auf Derek Landys Blog blieb mir die Luft weg.
Wie gewohnt findet sich am Anfang eines jeden Kapitels ein Bild von einem Charakter/Wesen. Das ist immer wieder klasse, besonders, wenn man weiß, wen oder was dieses Bild darstellt.
                                                                                                                                                          

Meine Meinung zum Buch

OH MEIN GOTT!!! Dieses Buch ist ein einziger Adrenalinrausch! Das Buch started mit Action und endet damit, man wird fast sofort in die Kampfhandlungen geworfen, ohne große Vorwarnung und Vorrede. Denn schließlich herrscht Krieg. Krieg zwischen Sanktuarien. Und (fast) alle stehen gegen Irland.
Darquise ist auch wieder mal ein Thema, denn wenn Walküre Darquise noch einmal ans Steuer lässt, wird es womöglich für immer sein, allerdings hat man auch nach Band 8 keinen Schimmer, warum sie ihre eigene Familie umbringen wollen sollte. Aber die dunkle Wolke Darquise, die sich im 6. Band vor die Sonne geschoben hat, hat sich ausgebreitet. Und sie geht nicht mehr weg. Und Darquise regnet auf die Erde nieder.
Wer schon immer wissen wollte, ob seine Theorien über den mysteriösen Mann mit den goldenen Augen stimmen – in Buch 8 werden wir mit Informationen über eine Verschwörung, die schon hunderte von Jahren in Planung ist, geradezu zugeschüttet – da kann einem schon mal der Kopf rauchen.
Spiegelbildtheoretiker aufgepasst! Nach den Ereignissen im 7. Buch musste es (oder sie?) natürlich eine größere Rolle spielen und das tut es/sie. Ich kann nur sagen Whoa. Ich hab’s gewusst, ich hab’s gewusst und doch weiß ich am Ende des Buches nicht, wo ich das Spiegelbild hinstecken soll. Ich verabscheue es für das, was es im 7. Buch getan hat und dafür, wie es im 8. Band damit umgeht und es rechtfertigt und dafür, dass es Valküre für so schlecht und egoistisch hält, ist es meiner Meinung nach selber auch nicht besser!
Die Toten Männer kommen wieder zusammen, etwas, worauf wir uns wohl alle seit der erstmaligen Erwähnung dieser Gruppe gefreut haben und worauf wir mit Spannung gewartet haben. Es ist eine tolle Truppe. Sie stehen zusammen, sie fallen zusammen. Bad Boys fürs Leben. Ääääh … Und sie tragen eine coole Kampfmontur. Nein, keine Anzüge. ;-) Skulduggery trägt etwas anderes als einen Anzug. DAS hätte ich NIEMALS erwartet.
Skulduggery Pleasant Last Stand of Dead Men ist das wohl düsterste und gewalttätigste Buch der Reihe, was logisch ist, denn wir befinden uns im Krieg. Meiner Meinung nach stellt sich hier allerdings auch heraus, dass es nun nicht unbedingt etwas für Neunjährige (Altersempfehlung auf den englischen Büchern) ist. Aber die Leser wachsen ja mit den Büchern, der Großteil der Leserschaft wird also nicht neun sein, jedoch  sollte man das im Hinterkopf behalten, da es immer junge Menschen geben wird, die die bisher erschienen Bände in einem Rausch durchlesen werden. Gleichwohl fehlt auch diesem Band nicht der bereits bekannte und geliebte trockene, schwarze Humor, obwohl der Ton des Buches aufgrund der Thematik ein ernsthafterer ist als noch in den ersten Bänden.
Ich habe gelacht. Ich habe mich beim Lesen aufgeregt und Charaktere beschimpft („Ich hoffe, du kriegst gleich so richtig eins in die Fresse!),ich habe geflucht, geschrien und ein paar Tränchen zerdrückt.
Besonders gut hat mir an diesem Band gefallen, dass wir Charaktere aus The End of the World wiedersehen, ebenso wie Charaktere aus The Maleficent Seven/Tanith Low und die ruchlosen Sieben, der Geschichte um Tanith abseits der Hauptgeschichte, die ich deshalb vorab zu lesen empfehlen möchte.
Allerdings gibt es erstmals Dinge, die mir nicht an einem Skulduggery Band gefallen. Mir gefallen gewisse Entwicklungen nicht, die die Geschichte genommen hat, auch wenn ich sie selbst so vorhergesehen hab und sie ab einem gewissen Punkt unausweichlich waren. Ich finde es auch sehr schade, wie gewisse Charaktere mit ihren Taten einfach so davonkommen. Auch die wechselnde Haltung der Charaktere dem Spiegelbild gegenüber war verwirrend bis nervig. Entweder waren die Charaktere sich selbst nicht sicher, wie sie mit ihm umgehen sollen oder sie konnten sich einfach nicht entscheiden. Und darum habe ich immer wieder gebeten, dass sie sich doch bitte mal für eine Einstellung entscheiden mögen. Aber ich hatte auch noch nie so einen Adrenalinrausch beim Lesen und ich kann mich an kein Buch erinnern, das 100% Spannung war und kein Thriller war. Unsere Freunde haben nur wenige Verschnaufspausen und so fühlt man sich als Leser auch, Action reiht sich an Action.
Wir haben also alles, was sich der Skulduggery Pleasant Fan wünscht, oder? Super!
Ich denke, ich spoilere hier niemanden, denn das wird jedem Leser bewusst sein, wenn es um Themen wie Krieg geht, wir müssen uns auch von Charakteren verabschieden. And that’S always a sad and bitter thing. Und was Darquise mit einem Charakter, dem ich das Schlimmste an den Leib gewünscht habe, ist unfassbar grausam, aber es ist eine Genugtuung und ich danke Derek Landy, dass er dadurch das, was er einer anderen Figur angeschrieben hat, gerächt hat.
Leider konnte ich meine Kritikpunkte für euch nur grob umreißen, da ich nicht in die Tiefe gehen wollte, aus Angst zu spoilern. Vielleicht mache ich nach Ende der Reihe (nächstes Jahr *schnief*) ein Special, wo ich alle in aller Ausführlichkeit meine „Wow“ und „Aha“, meine „WTF???“-Momente mit euch teile. =)
                                                                                                                                                          

Bewertung/Fazit

Dieser Band ist klasse! Das Adrenalin, das durch die Adern der Charaktere fließt, fließt beim Lesen auch durch deine.  Last Stand of Dead Men (vielleicht als deutscher Titel Das letzte Gefecht der Toten Männer?) ist genial, sprudelt geradezu über vor Action, es gibt keine langweiligen oder langatmigen Sequenzen, alles, was der Actionfreund und Skulduggery Pleasant Fan sich wünscht. Aber nach diesem Band wird nichts mehr so sein, wie es einmal war … (Auch, weil es der vorletzte Band der Reihe ist … *Nostalgiealarm*)
Dieser geniale Band der Extraklasse, dieser von mir nach nur so kurzer Zeit schon heiß geliebte Lieblingsband bekommt nicht nur 5 von 5 Herzen von mir, nein. Skulduggery Pleasant Last Stand of Dead Men bekommt noch mein eigenes Herz dazu, denn es schlägt für diese Reihe und insbesondere für dieses Buch, auch wenn ich mir gewisse Dinge anders gewünscht hätte und mich frage, ob Derek Landy nicht das Ein oder Andere jemand anderem hätte antun können … *grr*

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