Mittwoch, 1. Januar 2014

Rezension: House of Night 1 - Gezeichnet von P.C. und Kristin Cast

Ein paar Infos rund ums Buch:


Originaltitel: House of Night 01. Marked
Erscheinungdatum:Dezember 2009
Verlag: FJB
Seitenzahl:
Gebunden: 16,95€
Taschenbuch: 8,99€
kindle: 8,99€
Hörbuch (gekürzt): 9,99€












                                                                                                                                                          

Zum Inhalt


Als auf der Stirn der 16-jährigen Zoey eine saphirblaue Mondsichel erscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampyre, zu kommen. Denn jetzt ist sie Gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden – vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde – das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann.
Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr – sie ist eine Auserwählte der Vampirgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten.
                                                                                                                                                         

Meine Meinung zum Buch


Die Jugendsprache ist „ziemlich super mega krass“ nervig. „Echt jetzt.“ Ich hab noch nie so viel „krass“, „super“ und „echt“ gelesen oder gehört, wie in diesem Buch. Was im Deutschen sehr unnatürlich wirkt, liest sich im Englischen allerdings viel leichter und natürlicher. Echt jetzt.
Von der Grundidee der Reihe bin ich im Gegensatz zur sprachlichen Umsetzung sehr angetan. Ich hatte vorher noch nichts von Vampire Academy gehört, deswegen war die Idee eines Vampirinternats ähnlich wie das Zaubererinternat bei Harry Potter neu für mich und da dachte ich mir, dass ich die House of Night Reihe doch mal lesen sollte. Auch ist es eine nette Abwechslung, dass die Wandlung zum Vampir nicht durch einen Biss vollzogen wird, sondern dass ein Vampirspäher dich aufgrund noch unbekannter biologischer, physiologischer und hormoneller Faktoren zeichnet und der Teenager dann zum Vampir wird. Wirklich gut!
Aber ich hab trotzdem noch was auszusetzen. Ich hätte es nämlich schöner und wesentlich besser gefunden. Wenn Zoey ihre Affinitäten nach und nach entdeckt und nicht alle auf einen Schlag. Das hätte meiner Meinung nach dem entgegengewirkt, was sich nach kurzer Zeit und nach einigen Bänden einstellt: Laaaaaaaangeweile. Zoey wird und hier nämlich als der Charakter präsentier, der einfach alles kann, dem alles in den Schoß fällt und der immer wieder aus dem Schlamassel rauskommt. Und das wird auf Dauer langweilig. Vielleicht ist das der Grund, warum Zoey anfängt, mehrgleisig zu fahren, damit dem Leser gezeigt wird, dass sie keineswegs der allround-perfekte Charakter ist, aber dann sollte sie andere nicht als „Schlampe“ oder „Flittchen“ bezeichnen, wenn ihr Verhalten moralisch gesehen selber nicht astrein ist. Generell ist die Hauptperson dieser Reihe nicht meine Lieblingsfigur. Dafür ist sie mir in einigen Situationen zu oberflächlich, beispielsweise als die frisch gezeichnet ist, denkt sie zuerst darüber nach, ob sie jetzt ein Goth oder ein Emo werden müsse, erst ein paar Minuten später fällt ihr ein, dass sie die Wandlung ja auch gar nicht überleben könnte. -.- Yeah …
Bleiben wir doch gleich noch etwas länger bei den Charakteren. Fangen wir da mal mit Kayla an. Ganz ehrlich, wer so eine „Freundin“ hat, der braucht echt keine Feinde mehr! Zumal, wer sich von seiner „Freundin“ gerade dann abwendet, wenn sie einen braucht, der ist gar keine echte Freundin. Wo war denn da bitte das „durch dick und dünn“?  Und sich dann noch an den Freund oder Ex-Freund oder Fast-Ex-Freund oder whatever ranzumachen, zeugt auch nicht gerade von einer tiefen Freundschaft, heißt es doch unter Freundinnen sei sowas tabu. Böse, böse, Kayla!
Zoeys Mutter ist allerdings auch nicht viel besser, sie ist sogar noch schlimmer. Alles dreht sich um den tollen neuen Ehemann, dem sie sich komplett unterordnet, was sie dazu veranlasst, ihre Kinder zu vernachlässigen. Nee, ganz ehrlich, da hätte ich lieber gar keine Mutter, als so eine! Die hält nämlich überhaupt nicht zu Zoey, obwohl ich den Eindruck hatte, dass sie ihrer Tochter gerne zur Seite stehen und auf sie zugehen würde, aber ihr Ehemann lässt das nicht zu, weil er so eine Antipathie für seine Stieftochter hegt (was auf Gegenseitigkeit beruht!), lässt er das nicht zu. Und da die Mutter sich nicht traut, ihren Mann dadurch zu verärgern, dass sie sich über ihn hinweg setzt, spürt Zoey rein gar nichts von der Liebe ihrer Mutter, die ja wohl hoffentlich noch irgendwo vorhanden sein wird.
Zoeys Freunde im House of Night finde ich gut dargestellt, auch wenn ich die Idee der „Zwillinge“ auch nach 7 Bänden noch ziemlich albern finde. Am liebsten mag ich Stevie Rae, sie ist einfach so putzig, wenn auch ganz schön klischeebehaftet.
Was ich noch zu meckern habe, denn das nervt mich wirklich: Jeder erfolgreiche Schauspieler, Musiker, Künstler, etc. pp. Ist ein Vampir! Wieso? Sterbliche können also nicht berühmt und erfolgreich werden? Dazu muss man ein Vampir sein? Find ich zu überspitzt, ich hätte es viel cooler und auch überraschender gefunden, wenn ein paar ausgewählte Persönlichkeiten Vampire gewesen wären und das dann nebenbei im Laufe der Reihe an den passenden Stellen eingestreut worden wäre. So denke ich jedes Mal beim Lesen „*Name eines Schauspielers*. Oh, der/die ist wahrscheinlich auch ein Vampir. *weiterles* Riiichtiiiig. *Pause* Laaaangweeeiiiiliiiiig!“
                                                                                                                                                         

Bewertung/Fazit


Trotz des großen Mankos, dass mir der übermäßige Gebrauch der „voll krassen“ Jugendsprache nicht zusagt und ich noch den ein oder anderen Aspekt zu bemängeln habe, finde ich die Grundidee der Reihe toll und ich wurde gut unterhalten. Wer Vampirbücher mag und sich nicht daran stört, wenn in gefühlt jedem zweiten Satz „krass“ vorkommt, der kann dem ersten Band der House of Night Reihe ja mal eine Chance geben und gucken, ob ihm die in den USA sehr erfolgreiche Vampirsaga gefällt. Von mir bekommt „House of Night – Gezeichnet“ von P.C. und Kristin Cast 3 von 5 Herzen.

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