Sonntag, 23. März 2014

Rezension: Prodigy (Legend - Schwelender Sturm) - Marie Lu

Infos

Band 2 einer Trilogie, Januar 2013 bei Putnam Juvenile erschienen, auf Englisch bereits vollständig erschienen ist
Autorin: Marie Lu
Deutscher Titel: Legend – Schwelender Sturm, September 2013 im Loewe Verlag erschienen
                                                                                                                          

Inhalt

Day und June haben Las Vegas erreicht und finden Hilfe und Unterschlupf bei den Patrioten. Days Bein ist schwer verletzt und nur sie können ihm helfen, denn Day und June sind weiterhin auf der Flucht vor der Republik. Die Nachricht vom Tod des alten Elektors und des Amtsantritts seines Sohnes Anden kommt völlig unerwartet und stellt die Ereignisse auf den Kopf. Anden ringt darum, die Bevölkerung der Republik hinter sich zu bringen und auch der Senat begegnet ihm mit Gegenwind. Als Gegenleistung für Days Behandlung müssen sich June und Day den Patrioten anschließen – und bei der Ermordung des neuen Elektors die Hauptrollen spielen. Doch etwas stimmt nicht. Was ist, wenn Anden gar nicht wie sein Vater ist, sondern die Republik zum Besseren verändern will? Was ist, wenn die Patrioten sich irren?
                                                                                                                          

Meine Meinung

Auch auf die Gefahr hin, dass ihr mich köpft: Ich fand PRODIGY / SCHWELENDER STURM lahm, vorhersehbar und daher langweilig. Stellenweise wurde es wieder spannend. Das Drama am Ende MUSSTE natürlich noch sein, wo sind wir hier, in einer Soap? Und Day erweist sich am Ende erneut als der noble, gutherzige Kerl, der sich in dieser Situation wie ein Riese von einem Idioten benimmt und einen schweren Fehler begeht. Mal ehrlich, wenn die Wahrheit ans Licht kommt, wird es nur noch schmerzhafter für June, als es ihr direkt zu sagen, das ist doch wohl logisch. *grummel* Während andere nach diesem Ende also sofort den dritten Band herbeisehnen, teile ich dieses Bedürfnis nicht. Der zweite Band der Legend Trilogie hat bei mir nicht gut abgeschnitten. So, ich ziehe mich nun in meinen Schützengraben zurück und ihr könnt mit dem Schießen beginnen. ;)
Ich fand die Streitereien zwischen June und Day nervenaufreibend, weil June nicht in der Lage ist, das auszudrücken, was sie eigentlich meint und damit alles nur noch schlimmer macht. Und, entschuldige mal Day, du KANNST es ihr nicht zum Vorwurf machen, dass sie in eine Familie mit viel Geld hineingeboren wurde, das ist ungefähr so logisch wie jemanden dafür anzufeinden, dass er 1,70m groß ist und du nicht. Da kann sie doch nichts für! Daher empfand ich die Streitereien über Geld vollkommen unnötig! Und wie er ihr die Schuld am Tod seiner Familie gibt … Einerseits kann ich es nachvollziehen, andererseits aber auch nicht, Sie hat nicht den Abzug der Waffe gedrückt und was sein Bruder getan hat, hat dieser aus freien Stücken getan. Ich finde, dass man ihr dafür nicht die Schuld geben kann. Natürlich, die hat ihn in Band 1 in die Falle gelockt, aber sind Eltern etwa schuld, wenn ihr Kind betrunken Auto fährt und jemanden dabei verletzt, nur weil sie das Auto angeschafft haben?
PRODIGY / SCHWELENDER STURM hat mir auch deshalb nicht gefallen, weil ich Liebesdreiecke mittlerweile wohl einfach über habe. Ja, Liebesdreiecke im Plural. Und dann auch noch so unglaublich erzwungene. Day und Tess. Im Ernst?! Ich hatte in LEGEND den Eindruck, dass BEIDE geschwisterlich miteinander umgehen und dass da auf keiner Seite romantische Gefühle vorhanden sind. Tess Eifersucht auf June wirkte auch so kindisch und gekünstelt, dass ich ihr liebend gern einen Apfel in den Mund gesteckt hätte. Und das andere Liebesdreieck? Das ist zwischen June und Anden, dem jungen Elektor. Da hatte ich zwischendurch ja noch den Gedanken, dass es bei ihnen eigentlich passen könnte, denn die beiden sind sich von ihrem gesellschaftlichen Stand her näher als June und Day und von daher gibt es zwischen ihnen keine blödsinnigen Streitereien „Deine Familie hatte Geld, du bist in eine Familie mit Geld hineingeboren worden, deswegen bist du ein schlechterer Mensch als ich und du hast keine Ahnung und darfst nicht mitreden“-bla. *grr* Warum ich aber zu dem Schluss gekommen bin, dass es nicht passt? Weil die Autorin sehr deutlich macht, dass es für June nur Day gibt und für Day nur June. Ob sich das zweite Liebesdreieck in CHAMPION vielleicht noch vertieft? Hm, vielleicht sollte ich doch den nächsten Band jetzt lesen … Warum gibt es eigentlich dieses Liebesdreieck? Weil June zurück in die Republik muss, sie soll sich das Vertrauen von Anden erschleichen und ihn dann in die tödliche Falle locken. Wer wäre dafür auch geeigneter als das Wunderkind, der „Prodigy“ der Republik?
In diesem Band wird über die Grenzen der Republik hinausgeschaut, was wirklich interessant war und vor allem hat es mich gefreut, dass die Charaktere einmal sehen, dass von 2 Optionen die 2. nicht notwendigerweise eine wesentlich bessere ist.
                                                                                                                          

Fazit

Ok, der 2. Band der Trilogie ist spannend und hat Action, das lässt sich nicht bestreiten. Aber mir war das nicht genug, mir war dieser Teil der Trilogie dennoch zu vorhersehbar und ich habe mich gelangweilt, während ich darauf wartete, dass den übrigen Charakteren ebenfalls das besagte Licht aufgeht. An Band eins reicht der Nachfolger NICHT heran. Ein Liebesdreieck war zu viel, weil es schlichtweg unglaubwürdig war und das Ende war mir zu viel Drama, als ob die Autorin unbedingt etwas schreiben wollte, das die Leser schockiert und „Oh mein Gott, was wird nur als nächstes passieren, wie wird es weitergehen, ich muss den 3. Band lesen, ich kann kein Jahr warten, ich sterbe vor Spannung und Neugierde“ denken lässt.
PRODIGY / SCHWELENDER STURM bekommt 3 von 5 Herzen.

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