Sonntag, 23. März 2014

Rezension: Silence (Rette mich) - Becca Fitzpatrick

Infos


3. Band einer 4 bändigen Reihe
Oktober 2011 bei Simon & Schuster UK erschienen
Autorin: Becca Fitzpatrick
Deutscher Titel: Rette mich, März 2013 bei Page & Turner erschienen (broschierte Ausgabe), TB März 2014 im Goldmann Verlag
                                                                                                                         

Inhalt

Nora erwacht auf dem Friedhof am Grab ihres Vaters, doch sie weiß nicht, wie sie dorthin gekommen ist. Noch schlimmer ist, dass sie für drei Monate entführt wurde und sich nicht an die letzten fünf Monate ihres Lebens erinnern kann. Alle Erinnerungen sind wie ausgelöscht. An die Schule. An ihre Unternehmungen mit Vee. An Scott. Und an ihre große Liebe Patch.
Ihre Mutter und Vee scheinen eindeutig mehr zu wissen, als sie Nora erzählen wollen. Beide verheimlichen etwas vor ihr. Zudem hat Noras Mutter einen neuen Freund: Hank Millar, der Vater von Marcie, die keine Gelegenheit auslässt, Nora das Leben schwer zu machen. Bei einem gemeinsamen Abendessen ergreift Nora die Flucht und läuft prompt in eine gefährliche Situation hinein. Sie wird von einem mysteriösen Fremden gerettet, der ihr gleich vertraut vorkommt. Doch er benimmt sich ihr gegenüber abweisend und kalt und Vee und Blithe verneinen einen solchen Freund.
Während Nora versucht, ihre Erinnerungen wieder zusammenzusetzen, spielt Patch ein riskantes Spiel und zahlt einen hohen Preis, um Noras Leben zu schützen. Er wird zum Doppelagenten zweier verfeindeter Parteien, deren natürlicher Feind eigentlich er selbst ist.
                                                                                                                        

Meine Meinung

Es geht steil … bergab! Ab diesem Band geht es steil bergab und Band 3 ist meiner Meinung nach noch besser als Band 4. Aber immer der Reihe nach.
Nora hat also einen Gedächtnisverlust. Das war ja noch relativ cool, wie sie versucht hat, ihre Erinnerungen zurück zu erlangen, aber wie lahm ist es bitte, dass Patch jetzt den Namen Jev verwendet, damit Noras Oberstübchen auch ja nicht reaktiviert wird. Kopf meets Tischplatte. Dieser Gedächtnisverlust lies ohnehin nur einen Schluss zu: Nora würde sich wieder in Patch verlieben, nicht wissend, dass er Patch ist. 1:0 für die absolute Vorhersehbarkeit. Da ich bei der Reihe die Liebesgeschichte zwischen den beiden als vordergründig betrachte *würg*, war das ja schon irgendwie verschmerzbar, besonders wenn man an Seelenverwandtschaft glaubt. Da ist die Vorstellung, sich definitiv wieder ineinander zu verlieben, weil es schicksalhafte Vorherbestimmung ist, dass man zusammen ist, schon schön. Das muss dann jeder selbst entscheiden, ob an dieser Stelle ein Eimer benötigt wird.
Dass die Liebesgeschichte sich endgültig in den Vordergrund gedrängt hat, merkt man auch an der Eifersucht der lieben Nora. Vergeblich sucht man den Ausschaltknopf bei der jungen Dame, denn kaum tauch Dabria wieder auf der Bildfläche auf, vergisst Nora, wie blind sie Patch zuvor noch vertraut hat, sobald Dabria, die Patch natürlich zurück haben will, weil er ja so toll ist *Sarkasmus*, ein paar Zweifel in Noras Öhrchen flüstert. Passt ja so gut dazu, dass ihr derlei Aussagen im Vorfeld immer egal waren. Passt eben nicht!
Die meiste Zeit habe ich mich aber beim Lesen nur aufgeregt. Über die Charaktere. Über die tolle Mutter und ach so gute beste Freundin, die Nora einfach mal die Hucke volllügen, weil sie Patch noch nie leiden konnten, sich aber gar nicht erst die Mühe machten, daran irgendetwas zu ändern. Wie soll sich ein Mensch denn bitte von einem Gedächtnisverlust erholen, wenn man ihn mit Falschinformationen füttert?
Auch SILENCE hielt eine der für die Reihe nun schon typischen unerwarteten Wendungen bereit, die ich diesmal wirklich nicht erwartet habe. Das hat SILENCE bei der Bewertung noch mal gerettet. Passend zum deutschen Titel RETTE MICH, sozusagen.
                                                                                                                        

Fazit

SILENCE konnte sich noch gerade so auf die 2 Herzen retten, was vor allem der für mich sehr unerwarteten Wendung zu verdanken ist und dem Umstand, dass ich vorher noch nicht vielen Gedächtnisverlusten über den Weg gelaufen bin und Noras Detektivarbeit in dem Zuge doch ziemlich spannend war. Die mit dem Gedächtnisverlust einhergehenden aufgetischten Lügen bieten Stoff für Konflikte, doch die Konfrontationen zwischen den einzelnen Charakteren blieben aus, sodass dieses Potential bedauerlicherweise ungenutzt blieb.
Weiterhin wird es in SILENCE komplizierter und verworrener, sodass man kaum noch in der Lage ist, die einzelnen Charaktere ihren jeweiligen Seiten und Gruppierungen zuzuordnen und auseinanderzuhalten, wer jetzt eigentlich der wirklich böse Bösewicht ist.
Im Großen und Ganzen wirkte mir SILENCE zu konstruiert. Nora gerät natürlich gaaaaaaanz zufällig in eine Situationen, die nicht nur gefährlich sind, sondern ihrem geschädigten Gedächtnis auf die Sprünge helfen und das schon recht früh.
Das Ende zumindest verspricht Spannung, Action, Drama, Kämpfe, eventuell den Tod eines oder mehrerer Charaktere erahnen und ich war (Band 4 ist bereits gelesen), gespannt, ob FINALE (wenigstens der Name passt schon mal), diesen Erwartungen gerecht werden würde.


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